"Jedes Leben verdient eine letzte Würdigung."

Abschiedsfeier

 

Klassisch wird die Beerdigung vom Pfarrer gestaltet. Viele Menschen haben aber den Bezug zur Kirche verloren. 

Darum finden wir es wichtig, dass bei einer Abschiedsfeier, in erster Linie, nicht die kirchlichen Traditionen und Liturgien, sondern die  Wünsche der Verstorbenen und Hinterbliebenen im Zentrum stehen.

 

Bei einer Abschiedsfeier geht es darum ein Leben Revue passieren zu lassen, der verstorbenen Person die  letzte Ehre zu erweisen und vor allem zu Abschied nehmen.

Die Abschiedszeremonie kann in einer Kirche aber auch losgelöst von der Kirche am Grab, im Wald, auf dem See oder dem Berg gehalten werden.  Gerne würden wir euch bei der Gestaltung einer persönlichen und besonderen Abschiedsfeier unterstützen.


"Lieber Philipp,
wir danken Dir herzlich, dass Du durch aufmerksames Zuhören, Dir Zeit genommen hast, unseren Verstorbenen Rolf sen. besser kennnenzulernen. So ist es Dir super gelungen Ihm bei der Abdankung mit wertschätzenden und feinfühligen Worten, die letzte Ehre zu erweisen. Nochmals tausend Dank."
Fam. Billeter

Beerdigung

Wie gehen wir die Vorbereitung der Beerdigung an?

1. Sie teilen uns mit, welchen Redner sie gerne engagieren möchten und wo die Beerdigung sein wird.

2. Zusammen mit dem zuständigen Gemeindeamt finden wir einen Termin für die Abschiedsfeier.

3. Wir besprechen bei einem Treffen den Ablauf
der Abschiedsfeier:

  • Sie erzählen aus dem Leben der verstorbenen Person, und daraus entsteht ein Lebenslauf. Oder Sie formulieren selbst einen Lebenslauf. 
  • In der Zeremonie hat vieles Platz: Musik, das Vorlesen bestimmter Texte, das Anzünden von Kerzen, persönliche Worte von Freunden und Verwandten...

4. Nach der Besprechung erstellt Ihr Trauerredner den Ablauf und lässt ihn Ihnen zukommen.

5. Am Tag der Beerdigung ist Ihr Zeremonienleiter rechtzeitig vor Ort und sorgt dafür, dass Sie tatsächlich Abschied nehmen können.

 

Beerdigungen sind nie ein angenehmes Ereignis und gehen mit Trauer und Tränen einher. Wo normalerweise die klassische Variante durch einen Pfarrer oder Priester vollzogen wird, gibt es mittlerweile Alternativen, die unabhängig vom kirchlichen Ritual stattfinden. Auch wenn der Ernst solcher Anlässe nicht zu übersehen bleibt, soll die Beerdigung dennoch für alle Zeit das Abschiednehmen ermöglichen und den Verstorbenen angemessen würdigen. Es geht darum, ein ganzes Leben Revue passieren zu lassen und dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

 

Was ist ein Trauerredner?

Der Glaube steht bei vielen Menschen nicht mehr im Vordergrund oder hängt nur noch selten mit einem direkten Bezug zur Kirche zusammen. Dennoch ist die Abschiedsfeier für einen Verstorbenen für ihn und besonders die Zurückgebliebenen wichtig. Es geht weniger darum, kirchliche Liturgien zu vermitteln, als die Wünsche des Verstorbenen für seine Bestattung zu berücksichtigen und zu erfüllen. Daher kann die Abschiedszeremonie auch losgelöst von der Kirche stattfinden, z. B. im Wald, am See oder direkt am Grab.

 

Natürlich ist für diesen Anlass ein Trauerredner unerlässlich. Nur wenige können in der Zeit der Trauer die passenden und einfühlsamen Worte finden, die für alle etwas Trost spenden und dem Anlass gerecht werden. Der Trauerredner hält entsprechend im Rahmen der nicht-religiösen Zeremonie die dazugehörige Rede und hilft auch bei der Gestaltung und Planung des Ablaufs. Am Grab übernimmt er die Rolle des Geistlichen.

 

Wie verläuft eine Trauerfeier?

Eine Trauerfeier wird von uns individuell und persönlich gestaltet, enthält jedoch auch klassische Elemente, wozu auch die Trauerrede gehört. Ebenso wichtig ist die Organisation der Blumen, der Musik, des Ablaufs, der Verpflegung und der Nachrufe, die gehalten werden. Wir als Trauerredner sind dabei und unterstützen euch Angehörige wenn Fragen aufkommen. Wir geben Rückhalt und professionellen Rat und gestalten durch Gespräche mit euch dann die Trauerrede und Biografie des Verstorbenen.

 

Die Trauerfeier erfolgt oft vor oder nach der Beisetzung am Grab. Sie beginnt in traditioneller Form in einer Abdankungshalle beim Friedhof, wo der Sarg des Verstorbenen aufgebahrt ist oder wo sich die Urne befindet. Im Anschluss geht die Trauergemeinschaft vom freien Redner geleitet, aus der Kapelle zum Grab. Nachdem jeder für sich vom Verstorbenen Abschied nehmen konnte, ist dann ein gemeinsamer Austausch bei Speise und Trank möglich, wobei die Gäste ihr Beileid für die Hinterbliebenen aussprechen können oder anderweitig Trost spenden.

 

Bei einer konfessionslosen Bestattung übernimmt ein freier Redner die Trauerrede. Die Reden sind dabei nie standardisiert, sondern sehr persönlich, einfühlsam und bewegend. Es geht nicht nur darum, lediglich passende Worte zu finden, sondern die Belastung des Ereignisses durch das Gedenken an den Verblichenen etwas zu lindern. Dabei mischt sich der Trauerredner nicht in die Wünsche der Angehörigen ein, sondern versucht, genau diese umzusetzen. Er wird nicht selten in den gesamten Ablauf mit eingebunden. 

 

Die Trauerrede selbst dient dann dazu, ein gesamtes Leben innerhalb weniger Minuten Revue passieren zu lassen, ohne dass die wichtigsten Momente der Biografie ausgelassen werden. Einfacher ist es, wenn Angehörige vorhanden sind und aus dem Leben des Verstorbenen berichten können. Wichtig sind möglichst viele Angaben, Anekdoten oder Begebenheiten, die für einen kurzen Moment durch das Wort die Trauer durchbrechen und schöne Erinnerungen wecken. Die Schwierigkeit für einen Trauerredner besteht darin, das Wichtigste herauszufiltern und angemessen zu präsentieren. Die Arbeit in Extremsituationen und der Umgang mit dem Tod erfordern viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen, um die Rede dann an die Situation anzupassen und im geeigneten Maß zwischen Leichtigkeit und Würde vermitteln zu können. Eine Generalprobe für die Bestattung ist nicht möglich. Alles muss an diesem einen Tag korrekt ablaufen. Erfahrene Trauerredner sind darin geübt, der Trauergemeinschaft Halt zu geben, ohne den Ernst der Lage zu verkennen.

 

Was sind die Aufgaben eines Trauerredners bei der Abschiedsfeier?

Neben den Aufgaben, die ein Trauerredner auf einer Beerdigung und anschließenden Trauerfeier übernimmt, benötigt er wichtige Eigenschaften, die diesen Beruf überhaupt erst möglich machen. Dazu gehören Empathie, Fingerspitzengefühl, Souveränität, Geduld, Zuverlässigkeit und Pietät.

 

Bei einer Beerdigung und einem Todesfall gelten die Regeln der Vernunft nur in sehr beschränkter Form. Es bleibt eine Ausnahmesituation, in der die Nerven blank liegen oder die Traurigkeit überwältigend sein kann. Die wichtigste Aufgabe ist daher, dass sich der Trauerredner mit den Angehörigen bespricht und sich ein umfassendes Bild des Verstorbenen macht. Er hilft bei der Planung und Umsetzung der Bestattungsfeier, kann auch beim Leidmahl noch einmal als Redner fungieren.

 

Dabei ist die Vorgehensweise sehr unterschiedlich. Einige Hinterbliebene reden sehr zurückhaltend von dem Verstorbenen, bei anderen ist der Trauerredner innerhalb weniger Minuten in das Leben und Geschehen mit einbezogen. Manchmal muss er auch Fragen stellen, um sich ein Bild machen zu können oder erhält vorab einen zusammengestellten Lebenslauf. Wir versuchen, euch die Situation nicht zu erschweren oder die Belastung zu vergrößern. Meistens ist in diesem Moment der Kopf taub und leer. Die Gefühle brechen erst nach dem Beerdigungsritual hervor. Für den Moment der Trauerfeier ist jedoch immer wichtig, dass gerade hier eine persönliche und würdigende Rede zu hören ist. 

 

Der Trauerredner ermöglicht eine etwas tiefer reichende Auseinandersetzung mit dem Leben des Verstorbenen, während gleichzeitig der neutrale Blick gewahrt bleibt. Erinnern, so heißt es bei Jean Paul, ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Dabei kann die Rede als Nachruf, Grabrede oder Trauerrede gestaltet sein.

 

Die vorher stattfindende Auseinandersetzung mit dem Leben des Verstorbenen und der Angehörigen ist ein entscheidender Teil der Trauerarbeit. Eure Trauerfeier gestalten wir nach eurem Wunsch, als Ausdruck dessen, was ihr in euch tragt, genauer als etwas, das von Herzen kommt und den Verstorbenen in jeglicher Form würdigt.

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